Lord — 24.01.08, 08:13:32

Berlin, Köln, Hannover – Die Klimasamariter

Teaser 1

Seit drei Jahren nun, verstoßen viele deutsche Städte gegen geltendes Eu-Recht, indem sie gegen die von Brüssel seit 2005 vorgegebene EU-Feinstaubrichtlinie verstoßen. Diese Richtlinie schreibt eine Tagesobergrenze von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft vor, die höchstens an 35 Tagen pro Jahr überschritten werden darf. Deutsche Kommunen, insbesondere Köln Berlin und Hannover haben dem nun entsprochen und seit dem 1.1.2008
sogenannte Umweltzonen eingerichtet.

Teaser 2

Im alten Rom war es üblich, dass jeder der die Straßen in die Stadt nutzen wollte eine Maut bezahlen musste. Das Thema Maut ist auf deutschen Straßen derzeit nur ein LKW-Thema und Frau Merkel hat deutlich gemacht, dass sie an dieser Regelung fest halten möchte. Das Thema gewinnt jedoch durch die Einführung von so genannten Umweltzonen wieder an Brisanz. Seit 1.1.2008 sind die Innenstädte von Köln Hannover und Berlin eben solche. Bald schon könnte es für ahnungslose Holländer vor den Toren der Kölner Innenstadt heißen: STOP! UMWELTZONE.



Teaser 3

Seit 1.1.2008 dürfen PKWs nur noch mit einer Feinstaubplakette in die Innenstädte dreier deutscher Städte.
Die Kommunen in Köln, Hannover und Berlin nehmen mit dieser Maßnahme den Kampf gegen Feinstaub in deutschen Innenstädten mit sogenannten Umweltzonen auf. Viele halten diese Regelung für nicht zumutbar. Die Entscheidung zwischen teuren Ausnahmeregelungen und dem ebenfalls teuren Nachrüsten von Feinstaubfiltern drängt sich vielen Bürgern auf.





Berlin, Köln , Hannover – Die Klimasamariter



Noch bleibt es bei einer Verwarnung in den deutschen Großstädten Köln, Hannover und Berlin, wenn man die neue Grenze in die schadstoffarme Umweltzone einer dieser Innenstädte passieren möchte. Bald schon wird es aber in der Verkehrssünderkartei in Flensburg kräftig Punkte hageln. Denn spätestens Ende April wird auch in Hannover die festgelegte Strafe für „Befahren einer Umweltzone ohne Feinstaubplakette“ durchgesetzt - 40 Euro und ein Punkt in Flensburg sind dann fällig.

Grundlage für die Einführung der Umweltzonen ist eine EU-Luftqualitätsrahmenrichtlinie und deren Tochterrichtlinien, die die Einhaltung verbindlicher Grenzwerte für Luftschadstoffe festlegt und bereits seit 2005 im deutschen Recht verankert ist.
Diese Richtlinie legt eine Tagesobergrenze von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft vor, die höchstens an 35 Tagen pro Jahr überschritten werden darf und einen Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm vorsieht.

Seit 1.1.2008 dürfen diese Umweltzonen nur noch mit einer von drei Feinstaubplaketten befahren werden, die den Emissionsausstoß des Autos anzeigen. Grüne, Gelbe und Rote Plaketten schmücken seitdem unsere Windschutzscheiben und geben Aufschluss über die Schadstoffklasse des Autos, wobei grün besonders schadstoffarme PKWs kennzeichnet.
Besonders Fahrzeughalter eines Diesels dürften nicht erfreut sein über diese Regelung sein. Sofern sie denn keinen Nachrüst-Filter eingebaut haben. Die Nachrüstungen werden zwar mit 330 Euro staatlich gefördert, die endgültigen Preise übersteigen diese finanzielle Spritze jedoch meist. Die Förderung wird auf die Kfz-Steuer angerechnet.

Insgesamt werden laut Bundesumweltministerium insgesamt 8,4 Millionen Autos von der neuen Regelung betroffen sein.
Diese Zahl könnte sich jedoch noch leicht erhöhen, wenn neue Umweltzonen hinzukommen. So plant das Ruhgebiet eine einheitliche Umweltzone in einem 50km langen Korridor - quer durch den Pott. Mittelfristig streben rund 20 Kommunen die Etablierung einer solchen Umweltzone an.

Besitzer eines Oldtimers dürfen aufatmen

Für Oldtimerfahrer wurden Ausnahmeregelungen geschaffen, somit können Fahrer eines Klassikers die Innenstädte auch ohne Feinstaubplakette befahren und können sich den Gang zum TÜV, dem ADAC oder einem städtischen Amt sparen. Hier und bei diversen Kfz-Werkstätten sind die Vignetten für eine Gebühr von fünf Euro erhältlich. Wer jetzt meint das wäre viel sollte sich zurückhalten. So kündigte die italienische Zeitung “La Republica“, vor kurzem eine Maut von zwei bis zehn Euro – je nach Auto - für die Innenstadt von Mailand an.

Aber aufgepasst. Jede deutsche Kommune trifft seine eigene Ausnahmeregelung, somit sind Unterschiede in der Auslegung vorprogrammiert. Einige Kommunen, zum Beispiel in Grenznähe, überlegen Ausnahmeregelungen für Ausländer einzuführen um nicht wirtschaftlich interessante Wochenendtouristen zu verlieren. Die Städte die im Augenblick Umweltzonen haben, sehen eine solche Ausnahmeregelung nicht vor.

Trotz eines soliden Starts der Umweltzonen in Berlin, Hannover und Köln für die Umweltzonen, verursacht die neue Regelung gerade Kleinunternehmern oftmals Kopfschmerzen. Zwar wurde die Feinstaubplakettenpflicht in allen drei Städten, laut einer Zählung der Deutschen Umwelthilfe (DUH), von rund 2000 Autos in jeder Stadt gut angenommen. So machten vom DUH eigens geschickte Messteams in Köln beispielsweise eine Quote von 84 Prozent aus, die die Plakette bereits haben. Leiter des Bereichs Politik und Presse der DUH wies jedoch in Anbetracht der Anzahl der Autos, ausdrücklich auf die nicht Repräsentierbarkeit der Studie hin. Trotzdem bescheinige diese Ministudie der Umweltplakette einen erfolgreichen Start.

Die Kopfschmerzen verursachen den Kleinunternehmern viel mehr, der in Deutschland fast schon obligatorische Bürokratiewahnsinn bei dem Versuch, eine der vielen Ausnahmeregelung in Anspruch zu nehmen.
Zwischen 50 und 1000 Euro können hier auf einen zukommen.

Wenn also Herr Meyer mit seinem alten Sprinter in eine Umweltzone einfahren möchte um Kunden zu besuchen, muss er sich vorerst mit dem Erwerb einer solchen Ausnahmeregelung beschäftigen.
Neben den reinen Kosten muss er zuerst von seiner Kfz-Werkstatt bescheinigen lassen, dass es für sein Auto keine nachrüstbaren Partikelfilter gibt. Darüber hinaus eine Erklärung warum es für ihn wichtig ist in die Umweltzone zu kommen (Kundenbesuche). Zu allem Überfluss muss er auch noch seine Steuererklärung vorlegen, die beweist, dass er sich kein neues Auto leisten kann – viel Geld, viel Aufwand – und dann gilt die Plakette auch nur für ein Jahr.

Allzu viel Hoffnung auf Besserung sollten sich Betroffene jedoch vorerst nicht machen. Zwar sind die Umweltzonen auch dem ADAC ein Dorn im Auge und so würde Deutschlands größter Automobilclub laut SPIEGEL ONLINE, die Umweltzonen gerne gerichtlich anfechten. Weil derzeit aber noch keine Strafen fällig werden, werden laut eines Sprechers des Clubs auch vorerst keine Musterklagen angefertigt. “Bis da etwas bei uns anläuft, kann es noch Wochen oder Monate dauern“, so der Sprecher.

Ob die Umweltzonen wirklich einen effektiven Nutzen haben, wird die Zukunft zeigen. Merklich sauberere Luft wird es aber wahrscheinlich nicht geben. Zumindest werden wir in absehbarer Zeit unseren Sonntagsmorgen Spaziergang nicht in eine Umweltzone verlegen weil die Luft so gut ist. Sarkastische Zungen sprechen gar von Köln, Berlin und Hannover als den neuen Klimasamaritern.

Lord — 19.12.05, 21:33:07

wort des jahres

moin,

nachdem ja nun "bundeskanzlerin" das neue Wort es Jahres ist, möchte ich nur kurz meinen Unmut über diesen Zustand zu virtuellem papier bringen und darauf hinweisen, dass "GAMMELFLEISCH" doch wohl wirklich passender gewesen.

merhaba al kadash
Lord — 28.11.05, 19:43:44

Am See

Nachträglich muss ich euch alle da draußen von dieser schönen Frau in Kenntnis setzen.
Ich möcht gar nicht viel dazu sagen - nur eines:
"Sie ist mir verdammt ans Herz gewachsen"

tot ziens

p.s.:musste leider auf antrag der besagten dame, das photo rausnehmen - sie berief sich auf ihr recht am eigenen bild...
Lord — 27.11.05, 22:11:06

"THE CALL"

Hallo welt,

ich möchte dich nur über den Zustand und die potenzielle Bedrohung von "The call" - einem in höchster form bedrohlichen thema in kenntnis setzen.
Einem Beitrag auf dem "LIeblings-Öffentlich-rechtlichen" (WDR) habe ich es zu verdanken, dass meine Sinne von jetzt ab auf diese jugendliche Bewegung geschärft sind. Sie nahm ihren Anlauf - wo sonst? - in den USA und breitet sich allmählich gen Osten, sozusagen als Gegenläufer zur Vogelgrippe, aus und versucht durch jugendliches missionieren uns von der heiligen "Jesus-Revolution" zu überzeugen. Willst du missionieren und "fühlen" wie die jünger die einst das brot brachen? könnte einer der Werbesprüche für das gerade entstandene "Jüngerzentrum" bei Karlsruhe heißen.
Ich möchte an dieser Stelle nur euch alle da draußen warnen damit wir nicht auf diese Jesus-Freaks reinfallen - gerade der gottlose Osten soll als zentrum für eine Revolution der Menschlichkeit und Nächstenliebe herhalten in dem Abtreibung ein gottloses Tabu ist und der ganze sex in unserem verkommenen soziokulturellen system nicht mehr dem eigentlichen sinn entspricht: sex = kinder; und bitte nach der Ehe.
na denn schüttelt euch mal alle vor erleuchtung

auf bald
Lord — 15.11.05, 22:01:35

Ich trete ein ins Geschehen...

Hiermit reihe ich mich nun ein in einen nun immer mehr um sich greifenden Trend - ihr wisst alle wovon ich rede? Ja, ich bin jetzt auch ein "blogger".
Ist schon eine ziemlich geile sache zu wissen, dass ich zwar euch alle von meinem "Sprachrohr in die Welt" in Kenntnis setzen werde, aber nur ein bruchteil sich für den humbug interressieren wird den ich hier verzapfe. Ist auch egal, ihr werdet schon sehen was ihr davon habt mich ignoriert zu haben.
Lord spricht bald wieder zu euch!
Franzi, ich liebe dich...